KOOPERATIONEN UND
BILDUNGSLANDSCHAFTEN

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/// MIXED UP: Es ist normal, verschieden zu sein



Träumst du noch oder erfindest du schon? Das können wir uns eigentlich alle täglich fragen – die Friedrich-Ebert-Schule Schwalbach am Taunus und der Kulturkreis Schwalbach am Taunus GmbH haben die Frage Schülerinnen und Schülern gestellt und als Antwort viel Kreativität geerntet. Mehr davon! Wünscht sich Marcus Kauer, Referent für Kulturelle Bildung im hessischen Kultusministerium und freut sich über den MIXED UP Ansatz.

„Kunst ist normal“ ist ein Schülerzitat und gleichzeitig der Titel des aktuellen Buches von Michaela Schlagenwerth, welches von der außerordentlich erfolgreichen Arbeit einer Schule berichtet, die sich bereits 2012 ein künstlerisch-kreatives Schulprofil mit Theater, Kunst, Musik und Tanz gab.

Richard von Weizsäcker formulierte: „Es ist normal, verschieden zu sein“.

Beide Zitate beschreiben treffend, dass Vielfalt und Kulturelle Bildung Teil unseres ganz alltäglichen Lebens und gesellschaftlichen Miteinanders sind und dennoch ganz offensichtlich ein Spannungsfeld besteht, das die Andersartigkeit und das Wesen der Kunst in ihrer Ästhetik noch immer in einem Kontext von normal und nicht normal zu stellen versucht.

Zeichen setzen

Die MIXED UP Preisverleihung 2016 hat gezeigt, dass Projekte Kultureller Bildung und ästhetischer Zugangsweisen jungen Menschen vielfältige neue Blickwinkel auf das Miteinander und somit die Teilhabe an der Gesellschaft in unterschiedlichsten Zusammenhängen ermöglichen können.

Unter dem Motto „Träumst du noch oder erfindest du schon?“ setzten sich Jugendliche der Friedrich-Ebert-Schule, eine integrierte Gesamtschule in Schwalbach am Taunus mit Mitteln der darstellenden Künste mit ihrem direkten Lebensumfeld und ihren Zukunftsvorstellungen auseinander. Unterstützt wurden sie dabei vom Kulturkreis Schwalbach und der Theaterkompanie El Patio aus Spanien. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei viel Freiraum, um eigenen Ideen und Perspektiven zum Thema „Träume und Erfindungen“ künstlerischen Ausdruck zu verleihen.

Das gesamte Lehrerkollegium hat dabei an kulturpädagogischen Fortbildungen teilgenommen und so wurden die Lehrerinnen und Lehrer auf diese Weise selbst wieder zu Lernenden und Erlebenden. Es braucht Mut, sich auf etwas Neues einzulassen und vielleicht auch das Scheitern in Kauf zu nehmen. Die Lehrerinnen und Lehrer der Friedrich-Ebert-Schule hatten diesen Mut und sie haben ein wunderbares Projekt mitgestaltet.

Problem Kulturelle Erreichbarkeit

Dies scheint mir ein außerordentlich wertvoller Impuls für eine nachhaltige Implementierung Kultureller Bildung, da die Schule in Deutschland – aufgrund der gesetzlichen Schulpflicht – als einzige Institution allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kultureller Bildung ermöglichen kann. Wenn dies nun gemeinsam mit Lehrkräften sowie Künstlerinnen und Künstlern umgesetzt wird, geschieht es in einer besonderen Qualität und erinnert an das erfolgreiche Konzept der hessischen Kulturschulen, das landesübergreifend aktuell große Anerkennung erfährt. Auch in diesem Programm verändert sich Schule strukturell und schafft Zeiten und Räume für Begegnung und intensiven Austausch durch ausgeprägte Formate Kultureller Bildung.

Die ganzheitliche Durchdringung aller schulischen Bereiche, mit veränderten räumlichen und zeitlichen Strukturen und ebenso veränderten Werten, Haltungen und Arbeitsweisen der schulischen Akteure bewirkt ein Bildungskonzept, welches auf diesem Wege Zugänge und Identifikationsgelegenheiten schaffen kann, die neue und erweiterte Möglichkeiten der Realitätsgestaltung aller Beteiligten erschließen.

Dabei darf die Kunst in ihrem Eigenwert nicht als Vehikel gesehen werden, um lediglich traditionelle schulische Inhalte mithilfe künstlerischer Methoden zurück in den Unterricht zu transportieren oder ein schulisches Ergebnis in ein „Kunstwerk“ zu transferieren …

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